Es war diese Art von Liebe, bei der man denkt, das Universum hat sich kurz Zeit genommen, um alles perfekt zu machen. Euphorie, Nähe, das Gefühl, endlich angekommen zu sein. Dann kam der Schwangerschaftsabbruch und irgendwas ist gerutscht, wie ein Bild an der Wand, das nicht mehr gerade hängt, aber man ignoriert es, weil es immer noch schön aussieht.
Ich hab Dinge gespürt, aber nicht erkannt. Ihr Blick aufs Handy, das Lächeln, das nicht für mich war. Und dann dieser Satz aus dem Nichts: “Es matcht nicht mehr.” Einfach so, wie wenn jemand mitten im Film aufsteht und sagt, er geht jetzt. Ohne Abspann, ohne Erklärung.
Ich dachte, ich muss mit ihr reden. Aber dann hab ich begriffen, dass es gar nicht um das Gespräch geht. Sondern um das, was davor war. Um das, was ich nicht gesehen habe, als wir noch zusammen waren. Felix hat mir geholfen, nicht nach einer Antwort zu suchen, sondern nach mir selbst. Und als ich die gefunden habe, war plötzlich sie wieder da. Diesmal ohne Euphorie, aber mit etwas viel Besserem.