Ein gesperrtes Facebook Werbekonto kann schnell frustrierend werden: Du kannst keine Anzeigen mehr schalten, deine Kampagnen liegen auf Eis und die Einnahmen bleiben aus. Wir möchten dir zeigen, wie du das Problem in den Griff bekommst und welche Lösungsansätze es gibt, damit du bald wieder mit deinen Facebook-Ads durchstarten kannst.
Bevor wir uns die konkreten Schritte zum Entsperren deines Werbekontos ansehen, solltest du wissen, warum Facebook in manchen Fällen so hart durchgreift. Die Algorithmen von Facebook verfolgen das Ziel, eine positive Nutzererfahrung für alle zu gewährleisten. Sobald ein Werbekonto durch bestimmte Aktionen auffällt, kann es schnell zu einer Sperre kommen.
Typische Gründe sind etwa:
In vielen Fällen wird die Entscheidung automatisch von einem Algorithmus getroffen. Das bedeutet allerdings, dass es manchmal auch zu Fehlalarmen kommen kann. Gut zu wissen: Du bist diesem Vorgang nicht ausgeliefert und hast in der Regel verschiedene Möglichkeiten, um die Angelegenheit zu klären.
Gerade wenn du mitten in einer wichtigen Kampagne steckst oder auf Werbeeinnahmen angewiesen bist, kann eine Sperrung sehr unangenehm sein. Oft reagieren Werbetreibende in Panik und versuchen schnell, ein neues Konto zu erstellen. Das kann nach hinten losgehen, denn Facebook könnte dann denken, du seist ein Betrüger, der Richtlinien umgehen will. Wir empfehlen dir, strukturiert vorzugehen und die nächsten Schritte mit Bedacht zu planen.
Generell gilt:
Im Anschluss kannst du dich gezielt an Facebook wenden und die ersten Lösungswege in Angriff nehmen. Genau hier setzen wir mit unseren fünf wichtigsten Tipps an.
Der direkteste Weg zur Reaktivierung deines gesperrten Facebook Werbekontos ist oft der sogenannte Einspruch. Wenn Facebook dein Konto sperrt, erhältst du normalerweise eine Benachrichtigung in deinem Business Manager oder per E-Mail. Dort findest du häufig einen Link oder Button, mit dem du eine Überprüfung beantragen kannst.
So gehst du vor:
Bei der Formulierung deines Anliegens ist es wichtig, professionell aufzutreten und nicht mit rechtlichen Schritten oder aggressiven Äußerungen zu drohen. Erkläre ruhig, warum du glaubst, dass es sich um ein Missverständnis handelt oder dass du die Richtlinien künftig penibel einhalten wirst. Im Idealfall bekommst du so relativ schnell Zugang zu deinem Konto zurück.
Tipp: Falls der offizielle Formularweg nicht funktioniert, kannst du manchmal den Chat-Support im Business Manager nutzen. Dieser ist jedoch nicht immer verfügbar und abhängig vom Land sowie der Art deines Kontos. Wenn du die Chat-Funktion findest, erläutere dein Problem auch dort sachlich. Ein echter Mitarbeiter kann sich oft schneller ein Bild von der Lage machen und das Konto reaktivieren.
Die nächste Maßnahme betrifft deine Werbestrategie. Facebook hat umfangreiche Richtlinien, die das Schalten von Anzeigen regeln. Du kannst diese in Facebooks Werberichtlinien nachlesen. Selbst wenn dein Konto aufgrund eines Fehlers gesperrt wurde, kann es hilfreich sein, deine Anzeigeninhalte, dein Werbeziel sowie deine Landing Pages zu überprüfen. In vielen Fällen entdeckt man kleinere Verstöße, die man unbewusst begangen hat.
Prüfe deine Kampagnen, Bilder und Texte gründlich. Auch deine Landing Pages sind Teil des Freigabeprozesses. Nutzt du zum Beispiel Popup-Fenster, bestimmte Trigger (z.B. Exit-Intent) oder auffällige Werbeversprechen, kann das zu Problemen führen. Wir empfehlen dir, die Texte so zu gestalten, dass du nicht gegen Facebooks Werbevorgaben verstößt.
Selbst wenn dein Einspruch erfolgreich war, wirst du langfristig immer wieder Ärger bekommen, falls deine Kampagnen wieder gegen die gleichen Regeln verstoßen. Es lohnt sich also, eine nachhaltige Lösung zu finden.
Facebook ist äußerst sensibel, wenn es um Zahlungsdaten und Kontoaktivitäten geht. Wenn dein Konto gesperrt wurde, lohnt sich ein Blick in die hinterlegten Zahlungsinformationen und die Struktur deines Business Managers.
Stelle sicher, dass deine Kreditkarte oder PayPal-Konto korrekt eingerichtet ist. Probleme können auftreten, wenn:
Facebook zieht bei Zahlungsproblemen häufig rigoros die Notbremse, da man Missbrauch oder Betrug vermutet. Achte also auf Konsistenz und zahle immer mit der gleichen, verifizierten Karte. Wechsle nicht wahllos zwischen Zahlungsmethoden.
Manchmal werden Werbekonten auch aus Sicherheitsgründen gesperrt, zum Beispiel wenn mehrere Personen mit fragwürdigen Aktionen darauf zugreifen oder wenn ungewöhnliche Logins auftreten. Schränke den Zugang zum Business Manager auf notwendige Personen ein und verwalte die Rollen sauber. Entferne Personen, die das Konto nicht mehr aktiv nutzen.
Tipp: Erstelle möglichst nicht ständig neue Werbekonten im Business Manager. Das wirkt verdächtig, wenn du zu viele Konten hast, die nicht aktiv genutzt werden. Halte deine Struktur schlank und gut dokumentiert.
Ein weiterer Punkt, der häufig zum Problem wird, sind fehlende oder unvollständige Identitätsnachweise. Facebook möchte wissen, wer hinter den Anzeigen steckt, um Betrug, Spam und Fake-Konten zu vermeiden. Wenn deine Identität nicht bestätigt ist, führt das mitunter zur Sperrung des Werbekontos.
Im Business Manager oder Ads Manager findest du oft eine Aufforderung, deine Identität zu verifizieren. Das kann zum Beispiel durch das Hochladen eines Personalausweises oder Reisepasses geschehen. Achte darauf, dass deine Daten mit denen in deinem Facebook-Profil übereinstimmen. Sobald Facebook deine Identität erfolgreich bestätigt hat, sinkt das Risiko einer Sperrung.
Mit solchen Sicherheitsvorkehrungen signalisierst du Facebook, dass du ein legitimer, vertrauenswürdiger Werbetreibender bist. Gerade im Fall einer plötzlichen Sperrung kann eine vorherige Verifizierung die Wiederherstellung beschleunigen.
Wenn alle Stricke reißen, kann es sinnvoll sein, ein zweites werbefähiges Konto zu haben. Allerdings raten wir dir ausdrücklich, das nicht als unmittelbare Reaktion auf eine Sperrung zu tun, bevor du es nicht mit Facebook geklärt hast. Andernfalls könnte es wie ein Ausweich-Manöver wirken, das gegen die Regeln verstößt. Doch es kann strategisch sinnvoll sein, im Rahmen des Business Managers mehrere Werbekonten anzulegen und legitim aufzubauen, solange du sauber arbeitest.
Besonders wenn du auf Facebook Ads als Haupteinnahmequelle angewiesen bist, lohnt es sich, nicht „alles auf eine Karte zu setzen“. Neben mehreren sauberen Werbekonten kannst du:
Eine durchdachte Struktur beugt Problemen vor, weil du dich nicht sofort im Abseits befindest, wenn eines deiner Konten doch einmal gesperrt werden sollte. Ziel ist es, dass du auch in solchen Fällen weiterhin zahlungs- und handlungsfähig bleibst, bis die Sperrung geklärt ist.
Die fünf Lösungswege helfen dir dabei, ein bereits gesperrtes Konto wieder freizuschalten. Auf lange Sicht empfehlen wir dir aber auch, deinen gesamten Werbeprozess so auszurichten, dass eine Sperrung immer unwahrscheinlicher wird. Eine lückenlose Compliance mit Facebooks Vorgaben ist dabei das A und O.
Mit diesem Workflow reduzierst du das Risiko von Richtlinienverstößen erheblich. Kommt es dennoch zu Schwierigkeiten, kannst du schneller handeln und hast bereits alle benötigten Informationen parat.
Neben den offensichtlichen Maßnahmen gibt es noch ein paar Tricks und Strategien, mit denen du dein Konto zusätzlich absichern kannst:
All diese Maßnahmen zeigen, dass du verantwortungsvoll mit Facebooks Plattform umgehst. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass dein Werbekonto stabil bleibt und sich lange als zuverlässiger Marketing-Kanal erweist.
In diesem Abschnitt geben wir dir Antworten auf Fragen, die im Zusammenhang mit gesperrten Werbekonten häufig auftreten. So kannst du weitere Unsicherheiten klären.
Die Bearbeitungszeit kann stark variieren. Häufig erhälst du innerhalb von 24 bis 72 Stunden eine Rückmeldung. In einigen Fällen kann es jedoch auch eine Woche oder länger dauern, etwa wenn zusätzliche Nachweise erforderlich sind oder wenn viele Einsprüche gleichzeitig vorliegen.
Facebook bietet keinen allgemeinen Telefonsupport für Werbeanzeigen. Der Hauptweg ist das Einspruchsformular. Alternativ gibt es manchmal den Live-Chat-Support, der jedoch nicht für alle Konten und Länder verfügbar ist. Dort kannst du direkt mit einem Mitarbeiter sprechen.
Wird der Einspruch abgelehnt, kannst du meist noch einmal darauf reagieren und weitere Details hinzufügen oder neue Dokumente einreichen. Allerdings ist die Chance, das Konto reaktiviert zu bekommen, nach einem abgelehnten Einspruch deutlich geringer. In solchen Fällen hilft oft nur ein gut begründetes erneutes Anliegen oder eine tiefergehende Kontaktaufnahme über den Business Support.
Das Eröffnen eines neuen Kontos als direkte Reaktion wird von Facebook oft als Umgehung der Sperre gewertet und ist daher riskant. Wenn du ohnehin mehrere Werbekonten in deinem Business Manager angelegt hast, kann es sein, dass nur ein bestimmtes Konto gesperrt ist und du ein anderes weiter nutzen kannst. Achte jedoch darauf, dass du keine Richtlinienverstöße wiederholst und die Konten in einem seriösen Rahmen verwaltest.
Grundsätzlich schützen dich externe Tools nicht vor Richtlinienverstößen. Allerdings können sie dir helfen, deine Kampagnen gezielt zu steuern und zu analysieren. So entdeckst du mögliche Probleme früher. Beispielsweise kannst du mit FunnelCockpit deine Landing Pages anpassen und schnell alternative Versionen testen, ohne dabei gegen Facebooks Regeln zu verstoßen. Letztlich liegt die Verantwortung aber bei dir, die Werberichtlinien einzuhalten.
Ein gesperrtes Facebook Werbekonto ist zunächst ein massiver Einschnitt in deine Werbemöglichkeiten. Doch es bedeutet nicht zwingend das Aus. Wir empfehlen dir, zuerst Ruhe zu bewahren und den offiziellen Einspruch einzulegen. Schau dir deine Anzeigeninhalte und Zahlungsdaten genau an und stelle sicher, dass du gegen keine Richtlinien verstößt. Vor allem wenn du dich an die Vorgaben hältst und deine Kontoinformationen sauber pflegst, steigen deine Chancen erheblich, die Sperre rückgängig zu machen.
Darüber hinaus lohnt es sich, für die Zukunft vorzusorgen. Pflege vertrauenswürdige Zahlungsinformationen, arbeite mit klaren Strukturen im Business Manager und überprüfe deine Werbeinhalte regelmäßig. So bleibt dein Konto langfristig sauber und funktionsfähig. Solltest du eine effektive Möglichkeit suchen, mehrere Marketingkanäle zu verknüpfen und deine Funnels unabhängig von Facebook zu optimieren, können entsprechende Tools helfen, dein Geschäftsmodell stabiler aufzustellen.
Wenn du diese Schritte beherzigst und dein Konto professionell verwaltest, kannst du Facebook weiterhin als starken Marketingkanal nutzen. Gerade bei einer unberechtigten Sperrung ist ein sachlicher Austausch mit dem Support oft die schnellste Lösung – und bringt dich schon bald zurück ins Werbegeschehen.
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